Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Oktober 2022

Trockenwarmer Spätsommer im Oktober

 

Nur der bisherige Oktober-Wärmerekord aus dem Jahre 2006 konnte den vergangenen

Monat übertreffen. Spätsommerliche Temperaturen über 25° in den Niederungen haben den Oktober in diesem Jahr zum Rekordmonat gemacht.

 

Mit einer Mitteltemperatur von 14,4° in Lendersdorf und Titz, 14,1 in Düren, 14,0° in Nörvenich und 13,8° in Kreuzau-Drove wurde der Langzeitwert (1991-2020) um 3,0 bis 3,5° übertroffen.

Zum Vergleich sei der Rekordhalter (Oktober 2006) mit seinen Mittelwerten erwähnt:

Düren 14,3°, Jülich 14,1° und Nörvenich 14.2. Im Vergleich sind nur geringe Unterschiede zu erkennen.

 

In den letzten Monatstagen (28./29./30.) wurde die 25-Grad-Marke in den Niederungen übertroffen. Bei Föhnsturm bis Stärke 7 gab es in Heimbach sogar noch am 30. Oktober einen Sommertag mit 26,4°. Der bisher späteste Sommertag im Kreis Düren und im gesamten Rheinland war der 26. Okt. 2006 (Jülich). Der Klimawandel schiebt die sommerliche Periode immer weiter in den Herbst hinein.

 

Hier weitere Spitzenwerte vom Monatsende aus dem Kreis Düren:

Vossenack 22.6°, Kermeter „Wilder Weg“ und Schmidt 23.5°, Brandenberg 23.8°, Heimbach-Hasenfeld 24.6°, Vettweiß  25.2°, Nörvenich und Linnich 25.3°, Jülich, Lendersdorf und Froitzheim 25.4°, Drove 25.5°, Düren Rurtal 25.6°, Nideggen-Blens und Abenden 25.7°, Titz-Rödingen 25.9° und im Grüngürtel von Düren 26.1°.  Seit Beginn der Aufzeichnungen gab es noch nie solche Höchstwerte im letzten Monatsdrittel.

 

Die erste Monatshälfte war kurioserweise die kältere Hälfte im Oktober mit ersten Bodenfrösten in den Tallagen. Die kälteste Nacht (12. Okt.) erreichte -1,0° in 2m Höhe in Blens und Abenden. Am Erdboden kühlte es in der gleichen Nacht bis -2,1° aus (im Kalltal bei Schmidt-Harscheid).

 

Nach der Monatsmitte lenkte eine kräftige Südwestströmung (mit Saharastaub) bis zum Monatsende nur noch subtropische Warmluft in die Börde und Rureifel.

 

Auch beim Sonnenschein schoss der Oktober weit übers Ziel hinaus und entsprach dem Beinamen „Goldener Oktober“.  Im Durchschnitt schien die Sonne  gut 30 Stunden mehr als im errechneten Wert des Zeitraums  1991-2020. Hier einige Messergebnisse: Hasenfeld 120 Stunden, Heimbach 124 Stunden, Nörvenich 133 Stunden, Vettweiß 154 Stunden, Düren 158 Stunden und in Drove 161 Stunden.

 

Nach einem sehr feuchten September blieb der Oktober in allen Höhenlagen ausgesprochen trocken. Im Mittel fielen nur 50-80% der sonst üblichen Menge. Hier einige Regenmengen des Monats: Düren 16 l/qm, Vettweiß 17 l, Hoven 18 l, Vlatten und Lendersdorf 20 l, Heimbach, Schmidt und Weisweiler 21 l, Nörvenich 22 l, Jülich, Froitzheim, Linnich und Titz 23 l, Drove 26 l, Hergarten und Inden 27 l, Vossenack und Blens 29 l, Garzweiler und Brandenberg 30 l, Hasenfeld 32 l und auf dem Kermeter 33 l/qm.

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