Monatsrückblick Kreis Düren

Monatsrückblick Kreis Düren Juni 2020 von Karl-Josef Linden

 

 

Karl-Josef Linden

  

Endlich mehr Regen im warmen Juni

Beim Einstieg in den Sommer 2020 zeigte sich der Juni von seiner launenhaften Seite mit Schafskälte, wenigen Hitzeschüben und örtlich starken Regengüssen. Nach den heißen Sommern der beiden letzten Jahre war es diesmal typisch mitteleuropäisch durchwachsen und dennoch war die Natur nach deutlich zu warmem Frühling besonders weit und somit fuhren schon am 24. Juni erste Mähdrescher durch die Felder der Dürener Bördenlandschaft.

Mit einer Mitteltemperatur von 17,7 bis 17,9 Grad zwischen Zülpich, Düren und Jülich war der Sommerauftakt 1,3° zu warm, unauffällig und durchschnittlich. Auf einer Höhe von etwa 500 m erreichten die Wetterstationen ein Mittel von 15,9° (Kermeter) bis 16,1° (Vossenack).

Im Jahr 2019 war der Juni gut zwei Grad wärmer, kühlender Faktor in diesem Jahr war die ausgeprägte „Schafskälte“ im ersten Monatsdrittel. Erst zum Monatsende erreichten die Temperaturen hochsommerliches Niveau. Hier einige Spitzenwerte vom 26.6. aus dem Kreis Düren:

Vettweiß 32.8°, Düren 32.1°, Nörvenich 31.9°, Aldenhoven 31.4°, Hergarten 31.2°, Heimbach 31.1°, auf dem Kermeter 31.0° und in Schmidt und Vossenack 30.0°. Zwischen dem Südkreis rund um Vettweiß und Jülich im Nordkreis wurden 9-11 badetaugliche Sommertage (ab 25°) und 1-2 Hitzetage (ab 30°) abgelesen.

Nach einem sehr trockenen Frühjahr waren die Niederschläge im Juni deutlich ergiebiger und höchst willkommen, es reichte aber bei weitem nicht für einen Ausgleich der Defizite. Am Beispiel der Station Kermeter im Nationalpark sieht man deutlich die andauernde Austrocknung sogar in den Höhenlagen der Rureifel: Niederschlag 68 l/qm und 113 l/qm Verdunstung.

Vor allem starke Gewitter machten den Unterschied in den Monatsmengen aus, so fielen am 17. Juni in Vettweiß 35 l/qm, Vossenack 26 l/qm, in Drove 25 l/qm und in Hasenfeld, Schmidt und Brandenberg 23 l/qm.

Folgende Monatssummen der Wetterstationen liegen mir vor: Heimbach und Vlatten nur 46 l/qm, in Zülpich 51 l, am Tagebau Inden 58 l/qm, in Nörvenich und Hoven 59 l, in Hergarten 62 l/qm, im Dürener Rurtal und in Hasenfeld 63 l, in Aldenhoven 70 l, in Schmidt 78 l, in Vettweiß 84 l/qm,  in Drove und Brandenberg 87 l, in Linnich-Gevenich 89 l/qm, Vettweiß-Soller 105 l/qm sowie in Vossenack 113 l/qm.  

Stationen mit geringen Niederschlägen lagen sogar unter den langjährigen Mittelwerten (Nörvenich 90% des Mittelwertes 1981-2010), die meisten aber darüber (Vossenack mit 140%).

Beim Sonnenschein gab es deutliche Unterschiede zwischen Börde und Nordeifel und die Mittelwerte wurden um 5 bis 20% übertroffen. Hier einige Summen:

Aldenhoven 242 Stunden, Drove 238 Stunden, Düren 214 Stunden, Vettweiß 210 Stunden, Nörvenich 203 Stunden, Heimbach 198 Stunden, Hasenfeld 190 Stunden und in Vossenack nur 141 Stunden.

Der Wind spielte keine auffällige Rolle im Juni, dennoch wurden in Gewittern einzelne heftige Böen gemessen, was folgende Spitzenwerte zeigen: Kreuzau-Drove  62 km/h (am 5.), 67 km/h in Aldenhoven (am 5.) und 68 km/h am 13. Juni in Nörvenich.


 

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