Monatsrückblick Kreis Düren

Monatsrückblick Kreis Düren April 2018 von Karl-Josef Linden

 

 

Karl-Josef Linden

  

Wärmerekorde im April

 

Seit 1829 werden Temperaturdaten im Raum Aachen erhoben, seit 1937 in Düren und seit 1947 in Elsdorf und Jülich. Während in weiten Teilen von NRW und auch im Kreis Düren fast alle bisherigen Rekorde egalisiert wurden, blieb es im Raum Aachen entlang der belgischen Grenze bei Südweststau der Wolken oft bedeckt oder gewittrig und daher war hier der April 2007 noch einen Tick wärmer.

 

Vettweiß/Zülpich             Mitteltemperatur 12,8° ( Rekord bisher 12,8° im April 2011 )

Düren                              Mitteltemperatur 12,7° ( Rekord bisher 12,9° im April 2011 )

Jülich/Linnich                  Mitteltemperatur 13,0°  ( Rekord bisher 13,4° im April 2011 )     

Vossenack                      Mitteltemperatur 11,9°  ( Rekord bisher 11,9° im April 2007 )

 

Die Mittelwerte lagen 3,5 bis 4,5 Grad über den Durchschnittswerten der letzten 30 Jahre (1981-2010). Seit 2007 gab es fünf Aprilmonate mit mehr als  12 Grad Mitteltemperatur in Düren, zwischen 1937 und 2006 keinen einzigen. Der Klimawandel prägt den April langsam zum Mai und das ist auch in der weit fortgeschrittenen Natur gut zu beobachten.

Anders als im Vorjahr blieben 2018 auch die schädlichen Nachtfröste im April aus und sogar die Eisheiligen sollen zahm bleiben. Ein gutes Erntejahr dürfte uns im Sommer bevorstehen.

 

Nur am 6. April gab es bis in die Niederungen letzte Luftfröste von 0° bis -2° sowie Bodenfröste bis -3 ° (im Rurtal bei Düren sogar -6,3°). 

Südliche Winde und beständige Hochdruckgebiete prägten den Monat. Die absoluten Höchstwerte des Monats wurden dank Hoch „NORBERT“ zwischen dem 18. und 22. April abgelesen. Im Raum Düren und Jülich wurde der bisherige Höchstwert von 30,5 Grad (21.4.1968) fast erreicht:

Nörvenich 30.0°, Düren-Hoven 29,8°, Vettweiß 28.8 °, Drove 28,5°, Heimbach und Hergarten27,8°, Langerwehe und Kermeter 27,4°, Schmidt 26,3° und Vossenack 25,8°. Insgesamt wurden in den Niederungen vier  Sommertage schon im Frühlingsmonat April erreicht (sogar in Vossenack drei).

 

Die Schattenseite des warmen Wetters war die Trockenheit. Die Natur erlebte ein explosionsartiges Aufwachen und die Waldbrandgefahr wuchs ständig. Die Allergiker mussten Massen von Pollen verkraften und der Blütenstaub reichte bis in die letzte Ecke. Erst der Saharastaub im März und dann die Fichten- und Rapspollen bis Anfang Mai. Autos putzen oder Fenster putzen lohnte sich nur wenige Stunden.

Da, wo die nächtlichen Gewitter vom 30.4. nur wenig Regen brachten, blieb es am trockensten. Besonders heftig war das zweistündige Gewitter im Raum Aachen 63 l/qm, Langerwehe (48 l), Nörvenich (30 l), sowie Hergarten und Vlatten(28 l).

Hier einige Monatssummen für ihren Vergleich:

Hambach 23 l, Hergarten 36 l, Heimbach 37 l, Hoven und Kermeter 41 l, Schmidt 42 l, Brandenberg 43 l, Düren 45 l, Vettweiß und Drove 49 l, Vossenack 51 l, Inden 59 l, Nörvenich Flughafen 65 l, Raum Langerwehe 85 l/m.  

 

Zum Abschluss dieses bemerkenswerten Monatsreports einige Angaben zur Sonnenscheindauer. Gut ein Drittel mehr als im Mittel (1981-2010) kamen uns und den Sonnenkollektoren zugute. Im Rurtal bei Heimbach waren es 164 Sonnenstunden, in Nörvenich 172, in Schmidt 175, in Düren 179, in Vettweiß 181, und in Kreuzau-Drove 197 Stunden.   


  

 

 

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Oberstudienrat
Karl Josef Linden
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