Monatsrückblick Kreis Düren

Monatsrückblick Kreis Düren Dezember 2022 von Karl-Josef Linden

 

 

Karl-Josef Linden

  

Kältester Dezember seit 2010

 

Extreme Wetterkontraste bestimmten den letzten Monat des Jahres 2022. Frühlingshafte Tage zum Monatsende und knackiger Frost bis -11° zur Monatsmitte bleiben in unserer Erinnerung.

 

Schauen wir uns kurz einen Vergleich der Mitteltemperaturen im Kreis Düren an.

Die kalten Tage bis zum 18.12. und das letzte warme Monatsdrittel glichen die Mittelwerte in Bezug zum Langzeitwert (1991-2020) wieder aus. In den Niederungen des Raumes Düren lagen die Mitteltemperaturen bei 3,5° bis 3,9° und damit betrugen die negative Abweichungen nur minus 0,2°.

In den Höhenlagen der Rureifel waren die Abweichungen etwas größer (minus 0,8°) und das Dezembermittel 2022 lag bei 2,3° in Vossenack und 1,8° auf dem Kermeter. Deutlich kälter war es zuletzt im Dezember 2010 mit einem extrem niedrigen Mittelwert von -1,3° in Düren.

 

Die Tage vom 10. bis zum 18. Dezember waren die kältesten des Monats und auch des gesamten Jahres. Bis kurz vor Weihnachten froren Seen und kleine Flüsse zu, es

herrschte Dauerfrost mit eisigen Nachtwerten im Kreisgebiet.

Hier einige Tiefstwerte aus dieser Zeit (in 2 m Höhe):

-11.3° in Hergarten, -11,1° in Nörvenich, -10.3° Düren Rurtal und Schmidt, -10.1° in Vettweiß und Drove, -9.8° in Jülich-Pattern, -9.2° in Heimbach-Hasenfeld und auf dem Kermeter, -8.8° in Düren-Lendersdorf, -8.5° in Vossenack und -7,6° in Linnich-Gevenich. Am Erdboden schaffte die Wetterstation Düren im Rurtal ohne eine Schneedecke sogar -14°.

 

Über den Schneedecken in den höheren Lagen der Rureifel wurden bis zu 16 Frosttage (Kermeter) gemessen, rund um Düren waren es 11 Frosttage.

 

Ganz anders als im eisigen Dezember 2010 (damals verbreitet 30-60 cm Schneedecke im Kreis Aachen) gab es im vergangenen Monat nur eine dünne Schneedecke von 4-7 cm in den Niederungen und 11 cm in Schmidt, 12 cm in Vossenack sowie 13 cm auf dem Kermeter.

    

Kurz vor Weihnachten (19.) kam das alljährliche Tauwetter und eine regenreiche Westwindwetterlage wurde vorherrschend. Bei gefährlichem Eisregen kam die Kälte nur langsam aus dem Boden. Zu Sylvester erreichte die milde Wetterlage dann ihren Höhepunkt. Sturmtief „LIDDY“ schaufelte subtropische Warmluft aus Nordafrika nach Deutschland und damit wurden örtlich die höchsten Dezembertemperaturen seit Beginn der Messungen notiert. Aus dem Kreis Düren wurden folgende Spitzenwerte vom 31.12. gemeldet:

Düren 18.6°, Nörvenich 18.5°, Hoven 18.3°, Lendersdorf 18.2°, Kreuzau-Drove 18.1°, Vettweiß 17.6°, Merkstein und Linnich 17.3°, Heimbach-Hasenfeld 16.8°, Schmidt 16.1°, Vossenack 15.3°, auf dem Kermeter 14.9° und am Tagebau Inden 14.6°.

Im Kreis Aachen war es zu Sylvester wärmer als in Rom und Athen.

 

Die Sonne zeigte sich im Dezember insgesamt zu wenig.

Verbreitet wurden 36 bis 60 Stunden Sonnenschein in allen Höhenlagen registriert. Die negativen Abweichungen lagen aber nur bei 5 bis 15%. Die sonnigsten Phasen gab es während der Kälteperiode im zweiten Monatsdrittel.

 

Beim Parameter „Niederschlag“ blieben die Summen recht durchschnittlich. Nach den Hochdruckphasen in der ersten Monatshälfte wurde es im letzten Drittel deutlich nasser und stürmischer. In den letzten drei Tagen wurden in allen Höhenlagen sogar Böen der Stärke 8-9 gemessen. Nur selten wurden Tagesniederschläge von 15-17 l/qm im Dezember gemessen, daher blieben die Monatssummen oft 5 bis 20% unter den Mittelwerten.

Hier einige Summen zum Vergleich: Vossenack 78 l, Brandenberg 72 l, Merkstein und Schmidt 70 l/qm, Rurberg 75 l, Kermeter 77 l, Drove und Weisweiler 64 l, Hergarten 59 l, Düren, Jülich und Hambach 58 l, Hasenfeld und Lendersdorf 57 l, Nörvenich 56 l, Linnich 52 l, Vlatten 50 l und in Vettweiß 48 l/qm.

 

Ein kurzer Jahresrückblick 2022 bestätigt uns zum Abschluss die Schlagzeilen über Rekordwärme und Trockenheit 2022 in den Medien:

 

-Düren Niederschlag 534 l/qm; das trockenste Jahr seit 2003 l/qm

 

-Düren Mitteltemperatur 11,4°; wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1937

 

-Düren Sonnenscheindauer 2245 Stunden (Jahresrekord seit 2003)


  

 

 
 

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Oberstudienrat
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