Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Januar 2019

Januar erst mild, dann winterlicher mit Schnee

 

Einer milden und feuchten ersten Monatshälfte folgten ab dem 17. Januar Schneefälle in der Rureifel und Hochdruckwetter mit trockener Kälte, aber auch Sonnenschein. Zum Monatsende (30./31.) wurde es sogar winterlich weiß bis in die Niederungen. Der Januar war der erste zu kühle Monat seit März 2018 und die negativen Abweichungen vom Mittelwert des Zeitraums 1981-2010 lagen bei etwa 1,0 bis 1,5 Grad.

Folgende Monatsmitteltemperaturen wurden ermittelt (Abweichung in der Klammer): Düren 2,5° (-0,4°), Drove 2,4° (-0,4°), Vettweiß und Nörvenich 2,2° (-0,3°), Heimbach 1,7° (-0,8°), Schmidt 1,2° (-0,9°), Vossenack 0,3° (-1,2°) und Kermeter Wilder Pfad -0,1°.

Die kältesten Nächte wurden im Kreis Düren um den 21. Januar beobachtet. Die Luft war sehr trocken und so konnte sich über Schneedecken örtlich strenger Frost ausbilden:

Vettweiß, Drove, Vossenack und Langerwehe -8°, Heimbach, Schmidt, Kermeter und Düren -9°, sowie Nörvenich -10,1°. Am Erdboden über Schnee sanken die Tiefstwerte bis -12,2° in Vossenack .

 

Bedingt durch die häufigen Tiefdruckgebiete in der ersten Monatshälfte blieb die Zahl der  Sonnenstunden nur gering, verbreitet wurden 75 bis 90 % des Mittelwertes summiert. Folgende Sonnenstunden speisten die Solaranlagen im Kreis Düren: 68 Stunden in Kreuzau-Drove, 63 Stunden in Vettweiß, 58 Stunden in Düren, 53 Stunden in Langerwehe, 51 Stunden in Nörvenich, 48 Stunden in Schmidt, 43 Stunden in Heimbach und Hasenfeld,  

 

Nur an wenigen Tagen kamen über die Nordsee kräftige Sturmtiefs ins Rheinland gezogen. Windstärke 8 wurde nur in den Höhenlagen oder rund um Düren registriert, so z.B. 76 km/h in Nörvenich am 08. Januar und 70 km/h im Raum Langerwehe (13.).

 

Zum Abschluss noch der Blick auf die Niederschläge. Nach einem sehr nassen Dezember half auch der Januar die Talsperren und den Grundwasserspiegel aufzufüllen. Die Unterschiede zwischen den Niederungen und den Höhengebieten waren deutlich ausgeprägt, wobei die positiven Abweichungen zwischen 110 und 160 % des Mittelwertes lagen. Hier ein Vergleich einiger Wetterstationen im Kreis Düren:

Nörvenich 43 l/qm, Düren 50 l, Hoven 51 l, Vettweiß 55 l, Garzweiler 59 l, Drove und Vlatten 62 l, Heimbach und Hergarten 83 l, Kermeter 86 l, Langerwehe 89 l, Hambach Tagebau 75 l, Heimbach-Hasenfeld und Brandenberg 96 l, Schmidt-Harscheid 114 l und in Vossenack 127 l/qm.  

 

Dank der Schneefälle Ende Januar konnten in den Höhengebieten die Loipen gespurt werden und das erste Februarwochenende brachte dann endlich viele Ski- und Rodelfans in die Schneeeifel. Bei den jetzigen Temperaturen über 10 Grad bleibt nur die Erinnerung an schöne Spaziergänge in tiefverschneiter Landschaft. Am  31.1. wurden folgende Schneedecken gemessen:

Vossenack 28 cm, Kalltalsperre 25 cm, Schmidt-Harscheid 19 cm, Hergarten-Düttling 13 cm, Nörvenich 9 cm, Heimbach-Hasenfeld und Brandenberg 8 cm, Vettweiß 7 cm, Weisweiler 6 cm und an der Kläranlage in Jülich 3 cm.

Also nur bescheidene Schneemengen, vor allem wenn man an die großen Schneefälle in der Nordeifel denkt, wie z.B. 143 cm in Kalterherberg im Februar 1953.

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