Wetterrückblicke von Karl Josef Linden seit Januar 2006

Wetterrückblick Mai 2018

Wärmster Mai seit 130 Jahren

 In weiten Teilen von NRW und auch im Kreis Euskirchen übertraf der Mai 2018 alle bisherigen Temperaturrekorde seit min. 1937. Die Hocheifelstation Schneifelforsthaus (unweit von Udenbreth) zeigte sogar einen neuen Mai-Rekord seit 1889. Bisher führte das Jahr 1917 die Rekordliste an mit einer Durchschnittstemperatur von 13,3°, jetzt waren es 13,5°.

In den Niederungen rund um Düren erreichte der Mai folgende Mittelwerte:

 

Jülich-Linnich      Mitteltemperatur 16,5° (Rekord bisher 16,3° im Jahr 2008

Langerwehe          Mitteltemperatur 16,3° (Rekord bisher 15,8° im Jahr 2008                                           

Düren                           Mitteltemperatur 16,0° ( Rekord bisher 16,2° im Jahr 2000 )

Vossenack               Mitteltemperatur 14,8° ( Rekord bisher 14,9° im Jahr 2000 )                                            

 

Die Abweichungen vom 30-jährigen Mittel lagen zwischen +2,4° und +2,9°.

Es war nicht nur extrem warm, sondern auch sehr trocken und dazu auch noch extrem sonnig.

Die Höchstwerte dieses letzten Frühlingsmonats wurden meist am 28. Mai erreicht mit folgenden Werten:

30,0 Grad in Nörvenich, 29,8° in Drove, 29,7° in Linnich-Gevenich, 29,6° in Düren, 29,3° in Langerwehe, 28,1° in Heimbach, 26,8° in Schmidt und 25,9° in Vossenack.

Die Zahl der Sommertage über 25° lag in den Niederungen bei 11 - 12, in der Rureifel bei vier bis sechs Sommertagen.

Frostnächte traten nur noch in exponierten Tallagen auf (Heimbach -0,3° Luftfrost und am Erdboden bis -2,4°). Die Schäden durch die üblichen Eisheiligen blieben aus.

 

Beim Blick auf die Sonnenscheinsummen erinnert der Mai an die Sommermonate, die Abweichungen lagen 30-40% über den Mittelwerten. Der Mai gehörte damit zweifellos zu den fünf sonnigsten seit Beginn der Messungen, das zeigen auch folgende Zahlen aus dem Kreisgebiet:

Langerwehe 297 Stunden, Schmidt 280, Drove 272, Nörvenich 268, Düren 265, Heimbach 236 und in Vossenack 193 Stunden. Im Raum Nörvenich-Jülich war es der zweithöchste Sonnenscheinwert seit dem Zweiten Weltkrieg. Spitzenreiter für den Monat Mai bleibt das Jahr 1989 mit 328 Stunden in Nörvenich und 297 Stunden in Jülich.

 

Beim Niederschlag waren die Unterschiede durch Schauer und Gewitter zum Monatsende sehr groß. Bis zum 27. Mai lagen die Regensummen gerade mal bei 50% der Langzeitwerte. Unwetterartige Gewitter brachten am 29. Mai Regenmengen zwischen 20 und 40 l/qm, so z.B. 40,4 l/qm in Hergarten. Mit Böen bis Windstärke 8 zog eine markante Regenfront von Westen durch. Da wo die Gewitter vorbeizogen fielen nur geringe Monatssummen (Inden 25 l, Langerwehe 28 l, Hambach 30 l, Kreuzau-Bergheim 32 l, sowie Vettweiß und Düren 50 l.

Die höchsten Summen im Kreisgebiet fielen am Eifelanstieg in folgenden Ortschaften:

Heimbach 98 l/qm, Vlatten 90  l und Hergarten 121 l/qm.   

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