Sommer

Pech beim Stormchasing, aber mit einem traumhaften Sonnenuntergang entschädigt (10.06.2010)

 

In der Zeit vom 8. Juni bis zum 10. Juni stellte sich eine Südströmung ein. Diese wurde durch ein Biskayatief angekurbelt und sie war sehr feucht und auch schwül. Schon am Abend des 9. Juni zog ein Schwergewitter von den Vogesen her nach Pirmasens rein und entwickelte sich zu einem Cluster und zog durch die Rhein-Main-Schiene Richtung Nordhessen und anschließend in die Magdeburger Börde. Dabei enstand besonders im Ludwigshafener und Mannheimer Raum doch ordentlicher Schaden. Wetterstationen in Hessen registrierten 60 l/m² Niederschlag in kurzer Zeit. Dahinter floss heiße Luft nach Norden, konnte unsere Region nicht erreichen, da es oft bewölkt war mit ab und zu Regen. In der Drover Heide wurden am 10. Juni maximal 25,6 Grad gemessen, während es in Baden Baden auf 33,9 Grad und in Stuttgart-City, sowie München-City auf jeweils 33,5 Grad hochging. Dort herrschte eher die trockenere afrikanische Heißluft und über Rheinland-Pfalz und bei uns in der Eifel lag schwülwarme Mittelmeerluft.

 

In der Nordeifel lockerte es vorübergehend auf bei 20,5 Grad an meiner Wetterstation in Vossenack bei einer Luftfeuchte von über 90 Prozent, dies entsprach einen Taupunkt von gut 19 Grad. Die Soundings und Vertikalbewegungen sahen auch gut aus und die Unwetterzentrale gab der Eifel eine Vorwarnung heraus für die Warnstufe "rot". Gegen 19:30 Uhr bildeten sich die neue kräftige Gewitterzellen nördlich der Vogesen, eher mit Kurz zur Eifel. Ich machte mich auf die Socken und holte René Pelzer in Simmerath ab und führen in Richtung Süden.

 

Erste labile Strukturen waren ca. 6 km hinter dem Örtchen Krekel (Gemeinde Kall) zu erkennen und lichteten die erstmal ab.

 

Das Thermometer zeigte auf über 500 Meter Höhe immerhin 20 Grad an

 

labile Strukturen bei Kall

 

labile Strukturen bei Kall

 

Wir fuhren weiter an Blankenheim herum Richtung Gerolstein. Die Sonnenuntergangszeit began und bogen in Dollendorf ab und haben rasch eine tolle Erhebung gefunden.

 

Der Sonnenuntergang war dann da im vollen Munde und er war unbeschreiblich schön mit Verbindung eines Feldes, wo Klatschmohn wächst

 

Sonnenuntergang in Dollendorf

 

Hier fand der Sonnenuntergang seinen Höhepunkt und man konnte die Sonnenstrahlen erkennen.

 

Sonnenuntergang in Dollendorf

 

nur fünf Minuten später hörte der Zauber so langsam auf

 

Sonnenuntergang in Dollendorf

 

Wir schauten aufs Radar und die Gewitterzellen bekamen am Pfälzer Wald bei Pirmasens wieder einen leichten Knick nach Nordost. Das Thermometer zeigte immer noch gut 19 Grad an und verließen Dollendorf sehr schnell wieder und fuhren in Richtung Gerolstein und dann in die Vulkaneifel bei Daun.

 

Richtung Süden war an der Position Wetterleuchten zu erkennen, dass aus den doch blitzintensiven Zellen Richtung Saarbrücken stammten. Ganz links, das ist kein Blitz, sondern so ein komisches Licht was in die Höhe strahlte.

 

Spottingpunkt bei Daun

 

Dann entschieden wir uns hinter Daun auf die A 48 zu fahren und fuhren in Richtung Koblenz. Wir fuhren in Kaisersesch ab und haben an einem Windpark eine Anhöhe gefunden. Richtung Süden blitzte es doch im Sekundentakt, aber es setzte rasch leichter Regen ein. Wir wollten den Regen entweichen und fuhren nach Norden in Richtung Mayen. Aber bis da hat sich ein Starkregengebiet gebildet und es regnete recht kräftig. Wir haben das Chasing abgebrochen und sind über dem Nürburgring und Blankenheim nach Hause gefahren. Bis Blankenheim regnete es ununterbrochen und kräftig und von Blitze war keine Spur, weil die Gewitteraktivität sich erneut nach Frankfurt und Hessen verschoben hatte. Bis dahin noch zu fahren, war es zu weit und viel zu nass. Diese Gewitter brachten in der Pfalz Orkanböen bis 133 km/h. Diese zogen über Hessen, Magdeburg in Richtung mecklenburgischen Seenplatte und dann nach Polen ab. An der meklenburgischen Seenplatte fielen auch teils 60 l/m² Niederschlag in kurzer Zeit.

 

Um 1 Uhr war ich dann zuhause und hab immerhin einen tollen Sonnenuntergang als Trostpflaster mitgebracht. Insgesamt bin ich 282 km gefahren. In der Nordeifel passierte erneut wieder nix, ich kam bei 15,3 Grad an und 1,4 l/m² Niederschlag fielen in Vossenack vom Himmel.

 

Hier gehts zum Bericht vom René, der aus sehr guten Perspektiven den Sonnenuntergang ablichtete: KLICK

 

Skala von 0 bis 5: erfolglos, eindeutlig ne glatte 0

 

L.G. Andy

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